Träsdn? Wo liegt das? Und gibt’s da Slams?

Seit Jahrhunderten gilt Dresden als kulturell einzigartige Perle Europas. Ob es sich um architektonische Bauten oder die Werke großer Meister, die hier entstanden, handelt – Dresden hat seine Besucher über Generationen hinweg verzaubert und inspiriert und trägt zu Recht den Namen: Elbflorenz.

Selten findet man auf so engem Raum ein solch überragendes Angebot an Kunst, Kultur und Freizeitaktivitäten wie hier. So begegnen sich verträumt Vergangenheit und Gegenwart, lieben sich Trash und Kunst, vermengt sich multikulturelles Leben mit tief verwurzeltem Sächsisch. Und dann auch noch diese Eliteuni: Eine Stadt zum Träumen eben.

 

So würde es vielleicht in einem brechreitzeregendem Touriblatt stehen, wenn, wenn es da nicht auch noch die Slamszene gäbe. Jene über Jahre hinweg gewachsene und nun in voller Blüte stehende literarische Kulturbewegung, in der jeder eine Stimme haben kann. Erstmals initiiert vom livelyriX e.V. vor mehr als 10 Jahren, gesellten sich 2007 die Poetenflüsterer als Organisatoren, ebenso der Unislam sowie die Geschichten übern Gartenzaun und der Bonne Poésie Slam hinzu. Mit mehr als 1000 Gästen pro Monat bei diversen literarischen und slamaffinen Veranstaltungen, muss sich Dresden längst nicht vor anderen Städten verstecken. Jede Show hat ihren Charme und ihr Publikum. Ob 250 in der Scheune, 400 in der Schauburg, 550 beim Unislam, knapp 100 in der Groovestation oder 70 im Bon Voyage.

Nachdem Leipzig im Jahr 2005 die deutschsprachigen Meisterschaften ausgerichten durfte, wird Dresden als zweite sächsische Stadt in einer Gemeinschaftsproduktion zwischen livelyriX e.V. und der Agentur Poetenflüsterer den „National“ zelebrieren. Denn nicht weniger als ein großes Happening mit krönendem Ende wünschen wir sich sowohl die Organisatoren als auch die Slamer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Fünf Locations, über 20 Veranstaltungen, Workshops, Partys und Specialevents werden rund fünf Tage lang Dresden in Atem halten. Wir freuen uns auf euch und wir hoffen, ihr freut euch auch auf uns.

 

 

Dankeschön für den Text an Thomas Jurisch!
Foto von Gilberto Rancourt.

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Von André Herrmann