Nominierung

Einzel1. Fixe Plätze2. Rankingsystem3. Surmann-Poeck-SystemSonderfälleTeamFAQ

Einzelwettbewerb

Bei den 18. deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften in Dresden (= SLAM 2014) werden insgesamt 120 Startplätze im Einzelwettbewerb vergeben. Die Verteilung erfolgt folgendermaßen:

  • 65 Plätze werden per Ranking nach Alter und Anzahl der stattgefundenen Veranstaltungen vergeben
  • 13 Plätze erhalten die Landesmeisterschaften (=je 1 Platz pro Landesmeisterschaftsgebiet)
  • 10 Plätze erhalten die Teilnehmer/-innen des Finales des U20.14 Poetry Slam Berlin
  • 9 Plätze werden vom Slammaster-Meeting der Schweiz nach eigenem Ermessen vergeben
  • 8 Plätze werden vom Slammaster-Meeting Österreichs nach eigenem Ermessen vergeben
  • 1 Platz erhält Luxemburg
  • 1 Platz erhält der Titelverteidiger des SLAM 2013
  • 13 Plätze werden per Surmann-Poeck-System an je einen Slam pro Landesmeisterschaftsgebiet vergeben

 

Die Auswahl der sendungsberechtigten Slams erfolgt demnach in drei Stufen:

1. Stufe: Fix vergebene Plätze

1.1 Startplätze für Landesmeisterschaftsgebiete

In Deutschland werden in der Slam-Saison 2013/2014 insgesamt 13 Landesmeisterschaften veranstaltet. Notwendigerweise sind diese mitunter also auch bundeslandübergreifend, weswegen im Folgenden der Begriff Landesmeisterschaftsgebiete verwendet werden soll. Zu den Landesmeisterschaftsgebieten gehören:

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Hessen
  • Schleswig-Holstein
  • Hamburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen/Bremen
  • Berlin/Brandenburg
  • Sachsen-Anhalt
  • Sachsen
  • Thüringen
  • Rheinland-Pfalz/Saarland

 

Eine ausführliche Liste mit Veranstaltungsdaten und Ansprechpartner/-innen gibt es hier. Jede Meisterschaft eines Landesmeisterschaftsgebiets erhält einen Startplatz für den SLAM 2014. Dieser ergeht an den/die Sieger/-in der jeweiligen Meisterschaft. Bei Fragen zur Teilnahmeberechtigung an Meisterschaften in den Landesmeisterschaftsgebieten bitten wir, sich an die entsprechenden Ansprechpartner/-innen zu wenden.

1.2 Quoten für Österreich, Schweiz und Luxemburg

Beim SLAM 2014 werden die Startplätze für Österreich, Schweiz und Luxemburg erstmals per Quote vergeben. Das Organisationsteam des SLAM 2014 hat sich dabei zu folgender Anzahl an Startplätzen je Staat entschieden:

Österreich: 8 Startplätze
Schweiz: 9 Startplätze
Luxemburg: 1 Startplatz

Das Organisationsteam des SLAM 2014 nimmt keinen Einfluss auf die Auswahl der gesendeten Starter/-innen aus Österreich, der Schweiz und aus Luxemburg, sondern richtet sich ausschließlich nach Weisung des Slammaster-Meetings des jeweiligen Staates.

1.3 Titelverteidiger

Der Titelverteidiger des Einzelwettbewerbs erhält einen Startplätz für den SLAM 2014. Das titelverteidigende Team erhält einen Startplatz für den Teamwettbewerb. Bei Nichtantritt des/r Einzel- oder Team-Sieger/s des SLAM 2013, gehen diese Platze an das Nachrückersystem (Einzel) bzw. an das normale Platzvergabesystem (Team).

2. Stufe: Startplätze per Rankingsystem

Es werden insgesamt 65 Startplätze per Rankingsystem vergeben. Dieses richtet sich, wie in den Jahren zuvor, nach Anzahl der Veranstaltungen eines Slams und Alter des Slams in Monaten. Das Rankingsystem arbeitet nach folgender Formel:

Die 65 Slams mit den höchsten X-Werten, sind automatisch berechtigt, ein/e Teilnehmner/-in zum SLAM 2014 zu entsenden.

3. Stufe: Startplätze per Surmann-Poeck-System

Jeder nominierte Slam erhält im Rankingsystem den in Punkt 2 beschrieben Wert X. Dazu erhält jeder Slam den Wert J. Dieser ist gleich der Anzahl der Jahre, seit denen der Slam ununterbrochen nicht nominierungsberechtigt gewesen ist. J ist maximal das Alter des Slams in Jahren + 1.

Daraus ergibt sich aus folgender Formel zur Berechnung des Wertes Y:

Aus allen nominierten Slams ergibt sich zudem eine regionale Verteilung aller deutschen Slams. Beispiel: 40 Slams in Niedersachsen/Bremen, 20 Slams in Hamburg, 1 Slam in Sachsen, etc. Dadurch arbeitet das Surmann-Poeck-System ebenfalls zweistufig. Das heißt, es wird zuerst das Landesmeisterschaftsgebiet nach Anzahl der nominierten Slams und anschließend der nachrückende Slam anhand des Wertes Y berücksichtigt. Auf diese Weise soll sowohl kleinen Slams, die bei den deutschsprachigen Meisterschaften über lange Zeit hinweg nicht sendungsberechtigt waren, als auch der regionalen Verteilung von Slams Genüge getan werden. Bei insgesamt 13 vergeben Plätzen im Surmann-Poeck-System ist jedoch sicher gestellt, dass mindestens ein Startplatz je Landesmeisterschaftsgebiet vergeben wird. Die regionale Verteilung greift also erst vollständig im Nachrückverfahren (siehe dazu auch: Sonderfälle und Nachrückerliste).

Sonderfälle und Nachrückerliste

Laut Regelwerk des SLAM 2014 gilt der zuerst erhaltene Startplatz als bindend. Ausnahme bildet dabei der Fall, dass ein/e durch Slam XYZ nominierte/r Slammer/-in ABC Sieger/-in Landesmeister/-in im Gebiet KLM wird, da Landesmeisterschaftsplätze grundsätzlich vorrangig sind. Dennoch wird Slammer/-in ABC im System des SLAM 2014 als Sieger/-in der Landesmeisterschaft KLM und als entsendete/r Vertreter/-in des Slams XYZ geführt. Dies wird bspw. auf der Anzeigentafel beim Auftritt des/r Starter/-in Beachtung finden. Da Slammer/-in ABC also beim SLAM 2014 antreten wird und somit zwei Plätze auf einer Person vereint, geht der dadurch frei gewordene Startplatz für Slam XYZ geht an die Nachrückerliste. Gleiches gilt für den Fall, dass ein/e durch Slam XYZ entsendete/r Slammer/-in einen Startplatz durch Teilnahme am Finale des U20.14 Poetry Slams Berlin erhält und ein/e Sieger/-in ABC einer Landesmeisterschaft im Gebiet KLM gleichzeitig Titelverteidiger/-in oder Vertreter/-in des U20.14 Poetry Slam Berlin ist/wird. Bei Nicht- oder nicht fristgerechter Meldung eines/r Starter/-in durch einen sendungsberechtigten Slam geht der jeweils frei gewordene Startplatz an die Nachrückerliste. Das Organisationskomitee des SLAM 2014 behält sich vor, bei Bekanntwerden von absichtlich fehlerhaften eingereichten Anmeldedaten eines Slams, den betreffenden Slam zu jeder Zeit zu disqualifizieren. Der jeweils frei gewordene Startplatz geht an die Nachrückerliste.

Die Nachrückerliste arbeitet ebenfalls nach dem Surmann-Poeck-System, vorgeschlagen und angenommen beim Nominierungstreffen im Rahmen des SLAM 2013 in Bielefeld. Ein frei gewordener Startplatz wird dabei zweistufig vergeben. Zuerst wird das Landesmeisterschaftsgebiet nach Slamdichte ausgewählt, die sich aus der Zahl der eingegangenen Nominierungen ergibt. Danach wird der nachrückende Slam anhand des höchsten Y-Wertes bestimmt (siehe Surmann-Poeck-System).

Slammaster/-innen-Regelung

Zu jedem sendungsberechtigten Slam und jeder Landesmeisterschaft gehört je ein/e Slammaster/-in, der/die ebenfalls am Festival teilnehmen darf. U20-Starter reisen im Falle von Minderjährigkeit mit einem/r Betreuer/-in mit Aufsichtspflicht an resp. mit schriftlicher Erlaubnis der Erziehungsberechtigten. Bei Dopplungen, d.h. wenn ein/e Slammaster/-in und/oder Betreuer/-in mehrere sendungsberechtigte Slams und/oder Ländermeisterschaften veranstaltet, bleibt es bei einem Platz. Auch hier appellieren wir an eure Ehrlichkeit, denn die Schlafplätze sind erfahrungsgemäß begrenzt.

Poetry Slam Teams

Beim Team-Wettbewerb des SLAM 2014 existieren insgesamt 20 Startplätze. Ein Team besteht aus mindestens zwei und maximal fünf Personen, die nicht notwendigerweise am Einzelwettbewerb teilnehmen müssen, dies aber können, insofern sie startberechtigt sind. Jede Person kann ausschließlich in einem Team antreten. Die Nominierung für den Team-Wettbewerb erfolgt durch die Teams selbst. Die Nominierungsphase beginnt nach der Nominierungsphase der Slams. Das Organisationskomitee des SLAM 2014 wird darüber jedoch rechtzeitig gesondert informieren. Vorläufige Voraussetzungen für die Anmeldung für den Teamwettbewerb sind:

  • Das Team besteht aus mindestens zwei und maximal fünf Slammer/-innen, die in keinem anderen Team antreten
  • Das Team verfügt über zwei Texte, die originär vom Team selbst stammen müssen (Einzeltexte eines Team-Mitglieds sind nicht zulässig, es sei denn, sie wurden geändert) und bei keiner vorherigen deutschsprachigen Meisterschaft vorgetragen wurden
  • Das Team erbringt Nachweise über bereits geleistete Team-Auftritte
  • Das Team erstellt eine Auflistung von Team-Erfolgen (Siege bei Poetry Slams oder (Landes-) Meisterschaften)

Nominierung FAQ

Warum gibt es nur 65 Startplätze, die nach Alter und Zahl der stattgefunden Veranstaltungen vergeben werden (=per herkömmlichem Ranking)?

Bei insgesamt 120 Startplätzen gibt es durch die Quoten für Landesmeisterschaften, Schweiz, Österreich, Luxemburg, Finalisten des U20.14 Poetry Slam Berlin sowie dem Titelverteidiger des SLAM 2013 insgesamt 58 Plätze, die fix vergeben werden. Übrig bleiben 78 Plätze zur freien Verteilung durch die Anmeldedaten, die beim SLAM 2014 eingehen. Beim Nominierungstreffen im Rahmen des SLAM 2013 in Bielefeld wurde sich mehrheitlich durch die anwesenden Slammaster/-innen dazu ausgesprochen, das bis dato benutzte Rankingsystem, das die Sendungsberechtigung von Slams ausschließlich nach Alter und Anzahl der bereits stattgefunden Veranstaltungen beurteilt, um ein Element zu erweitern, das auch Slams berücksichtigt, die seit Jahren keine Starter zu den Meisterschaften schicken dürfen. Das Organisationsteam des SLAM 2014 hat sich dazu entschlossen, der Empfehlung von Volker Surmann und Arne Poeck nachzukommen, das neue Element jedoch vorerst auf jeweils einen Startplatz je Landesmeisterschaftsgebiet zu beschränken, um die Änderung des Nominierungssystems etwas sanfter einzuführen. Auf diese Weise werden immerhin noch 65 von 120 Startplätzen durch das Rankingsystem und 13 Startplätze per Surmann-Poeck-System vergeben.

Warum gibt es Quoten für Österreich, die Schweiz und Luxemburg?

Beim Nominierungstreffen im Rahmen des SLAM 2013 in Bielefeld sprach sich die Mehrzahl der anwesenden Slammaster/-innen dafür aus, das Nominierungsverfahren in Österreich und der Schweiz den Slammastertreffen des jeweiligen Staates zu überlassen, da ein Vergleich der Slam-Veranstaltungen über die Staatsgrenzen hinweg nicht länger als zeitgemäß gesehen wird und die Eigenständigkeit der jeweiligen Slam-Szenen gewürdigt werden soll. Darüber hinaus ist es aber nichtsdestotrotz der Wille aller Slammaster/-innen, eine staatsübergreifende deutschsprachige Meisterschaft auszurichten, die sowohl Starter/-innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg umfasst. Das Organisationsteam des SLAM 2014 nimmt keinen Einfluss auf Auswahl der gesendeten Starter/-innen aus Österreich, der Schweiz und aus Luxemburg, sondern richtet sich ausschließlich nach Weisung des Slammaster-Meetings des jeweiligen Staates.

Warum ist Slam XY sendungsberechtigt, obwohl mein Slam älter ist und/oder bereits öfter stattgefunden hat?

Bitte vergewissere dich bitte zunächst, dass du alle Nominierungsklauseln des SLAM 2014 korrekt bedacht hast. Falls du immer noch den Verdacht hegst, bei der Nominierung benachteiligt worden zu sein, so wende dich bitte per Mail an anmeldung@slam2014.de.